18. Juli 2026
Ich musste lange überlegen, ob ich erst über die Seele und danach über das Selbst schreibe. Denn sie gehören für mich untrennbar zusammen, jedenfalls wenn ich mein wahres Selbst meine und nicht das, was ich der Welt zeigen kann. Dann habe ich entschieden, wenn meine Website schon seeleundselbst heisst, dann halte ich diese Reihenfolge auch ein. Für das Selbst gibt es auch keine eindeutige Definition, auch hier variieren sie je nach Fachbereich und Weltanschauung. Im allgemeinen...
18. Juli 2026
Meine Website heisst «seeleundselbst». Ich sollte vielleicht versuchen zu erklären, was ich unter Seele und unter Selbst verstehe und warum ich diesen Titel gewählt habe. Seele – dafür gibt es keine wirkliche Definition. Je nach Blickwinkel fällt sie anders aus. Zwar ist es die Übersetzung des griechischen Wortes Psyche, aber inzwischen hat dieser Begriff auch unterschiedliche Sichtweisen. Deshalb habe ich mir erlaubt, mir meine eigene Definition zu basteln und sie immer wieder meinen...
02. Juli 2026
Dieses Gedicht habe in dem Seminar «Mystik und Poesie» mit Anna Platsch geschrieben. Stille, offene Weite! Unfassbare Dimension jenseits des Universums. Sie gibt ihm Raum sich auszudehnen. Darin die Erde mit Kontinenten. In einem Land ein Ort, ein Raum, eine Hand die schreibt. Diese Hand in diesem Raum an diesem Ort auf diesem Kontinent auf diesem Planeten in diesem Universum gehalten von stiller, offener, unfassbarer Weite.
02. Juli 2026
Ich belasse es bei einem Gedicht, das ich in einem wunderbaren Seminar mit Anne Platsch geschrieben habe Stille Die Pause zwischen den Atemzügen Ich - einfach da, reines Da-Sein. Es gibt nichts zu tun. Stille Ein Atemholen – jetzt.
10. Dezember 2025
Der Tod war für einige Zeit ein Thema, aber ich will es nun abschliessen und da passt doch die Vergänglichkeit sehr gut. Vergänglichkeit heisst Vergangenheit. In der Meditation machen wir uns das immer wieder bewusst. Wir achten auf den Atem, wie er kommt und geht. Wir können ihn nicht festhalten. So wie wir nichts wirklich festhalten können. Das Leben ist Bewegung, ist ein immerwährendes Fliessen. Der Atem fliesst, die Gedanken fliessen, das Leben fliesst. Wenn wir uns der...
03. Dezember 2025
Da ich in den letzten Tagen über den Tod geschrieben habe, bietet es sich an, mich dem Wort Endgültigkeit zuzuwenden. Denn der Tod ist die ultimative Endgültigkeit in unserem Leben. Nach dem Tod meines Mannes habe ich lange gebraucht bis mir diese Endgültigkeit wirklich bewusst wurde. In den ersten Tagen war er einfach nicht da. Er war zweimal in Indien ohne mich und das für drei bzw. vier Wochen. Damals war ich auch allein im Haus. Er hatte seine eigenen Termine ausser Haus, ich meine –...
25. November 2025
Zu den Themen Tod und Trauer gehören für mich auch die Tränen. Tränen fliessen, wenn wir von etwas erfüllt, zu voll sind, dann laufen wir über. Der Tränenkanal ist ein Überlaufventil, sei es für die Trauer oder für die Freude. Tränen befreien vom inneren Stau, wirken reinigend und die Augen haben danach einen besonderen Glanz. Tränen fliessen auf unterschiedlichste Weise. Manchmal laufen sie einfach sanft über die Wangen, manchmal stürzen sie förmlich aus den Augen. Sie können...
25. November 2025
Nachdem ich über den Tod geschrieben habe, erscheint es mir logisch, dass ich auch über die Trauer schreibe. Denn so wie wir am Tod nicht vorbeikommen, so auch nicht an der Trauer, wenn uns etwas Liebes genommen wurde. Das haben wir als Kinder erlebt, wenn das Lieblingsspielzeug kaputt ging, waren wir untröstlich. Das haben wir beim ersten Liebeskummer durchgemacht und alle guten Ratschläge halfen nicht gegen den Schmerz. Solche Augenblicke gehören zu unserer Entwicklung. Und auf diese...
10. November 2025
Der Tod gehört zum Leben. Er ist das Einzige was sicher ist. Aber darüber reden oder schreiben? Er ist fast ein Tabu-Thema in unserer Gesellschaft, dabei wurde schon jeder einmal mit ihm konfrontiert. Wenn wir uns aber nicht darüber austauschen, wie dann damit umgehen? Warum schreibe ich unter dem Buchstaben T zuerst über den Tod, statt über Tanz und Tempo oder, wenn es denn was Ernstes sein muss, über Transzendenz und Tugenden? Weil leugnen und verdrängen niemandem nutzt. Er ist ein...
09. Juni 2021
In der Coronakrise kämpfte wahrscheinlich nicht nur ich mit diesem Problem. Nichts tun können, ein Problem nicht angehen können, sondern aussitzen müssen, tatenlos abwarten – das ist nicht so mein Ding. Dieses Gefühl ist für mich eines der schwersten. Auszuhalten ist mühsam. Es erfordert Geduld und Vertrauen. Meine Lebensübung! Hilflosigkeit kommt selten allein, sie paart sich mit anderen Gefühlen. Zum Beispiel mit Schuld, vor allem mit Zorn oder mit Phlegma. Habe ich was falsch...

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